Vorgestellt: Das Buch „Hamburg Alphabet“ von Chris Campe

In unserer Linkliste haben wir bereits die Website zu dem Buch „Hamburg Alphabet“ mitaufgenommen (www.hamburg-alphabet.de).
Daraufhin hat Chris Campe, Autorin des Buchs, uns netterweise ein Ansichtsexemplar zur Verfügung gestellt.

Der erste Eindruck: das ist ja kleiner als erwartet. Warum auch immer, ich hatte einen großformatigen Bildband anstelle eines Buchs in 12,5 x 17,5 cm erwartet. Sei’s drum.
Bei Hamburg Alphabet handelt es sich um ein reines Bilderbuch – bis auf das Fotoverzeichnis mit den Ortsangaben am Schluss und den einleitenden Text (auf Deutsch und Englisch) enthält das Buch ausschließlich Fotos von Schriftzügen. Dafür bringt aber die zweiseitige Einleitung viele Aspekte zum Thema Schriftzüge genau auf den Punkt. So zum Beispiel die Beobachtung, dass sich besonders schöne Schilder gerade in weniger „entwickelten“ Stadtteilen finden lassen, da sich dort oft noch alteingesessene Fachgeschäfte finden lassen.

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Cover des Buchs „Hamburg Alphabet“

Doch nun zu den Fotos: Chris hat auf ihren Streifzügen durch Hamburg eine Vielzahl schöner Schriftzüge entdeckt und deren Fotos in dem Buch alphabetisch angeordnet. 220 Schriftzüge hat sie insgesamt für das Buch zusammengetragen – von A wie „AlsterBuch“ über K wie „Kennedybrücke“ bis Z wie „Zum Brandfang“. Wer Hamburg kennt, wird Bekanntes wiederentdecken, aber auch überrascht feststellen, an wie vielen Kleinoden man tagtäglich vorbeigeht ohne sie zu bemerken (spätestens, wenn man sich die Ortsangaben zu allen Fotos am Ende des Buchs durchliest).

Die Anordnung der Bilder innerhalb der jeweiligen Buchstabenkategorie ist durchdacht: mal thematisch, mal nach Farben gruppiert, ergeben sich immer wieder sehr schöne Gesamtwerke. Besonders bemerkswert ist ihr Blick für das Detail: Großaufnahmen einzelner Buchstaben aus dem Schriftzug lassen Einzelheiten erkennen, die man ansonsten leicht übersehen würde. Dabei wird deutlich, dass der Reiz vieler Schilder oftmals darin liegt, dass man die Spuren der Zeit an ihnen erkennt: ein aus der Reihe tanzender Buchstabe, ein Sprung im Plastik einer Leuchtreklame bis hin dazu, dass nur noch die schattenhaften Konturen eines bereits entfernten Schilds an der Wand zu erkennen sind.

Kurzum: Hamburg Alphabet ist sowohl für Liebhaber schöner Schriftzüge als auch für Fans der schönen Stadt an der Elbe ein echter Augenschmaus. Und was das eingangs erwähnte Format angeht: das Querformat ist genau richtig für die in der Regel längsformatigen Schriftzüge und die Größe ist dem Bildgegenstand vollkommen angemessen.

P.S. Chris spricht in den nächsten Wochen auf einigen Veranstaltungen über Buchstabenformen und Typographie:

Typostammtisch und Flexibles Filmmern zeigen TYPEFACE von Justine Nagan
Dokumentationsfilm und Ausstellung
Mittwoch 13. März, ab 19:00 Uhr, der Film beginnt um 20:00
Projektor Raum, Sternstr. 4, Hamburg
Typostammtisch shows TYPEFACE documentary by Justine Nagan

Pecha Kucha at Buchstabenmuseum Berlin
Samstag, 16. März, 17:00
Showroom: Karl-Liebknecht-Str. 13
10178 Berlin (Berlin Carré, Alexanderplatz)
A letter-ly Pecha Kucha at Buchstabenmuseum Berlin

Pecha Kucha Night Hamburg
Mittwoch 3. April, 20:00
Haus III & 70, Schulterblatt 73, Hamburg
Pecha Kucha Night Hamburg

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